«Der SVEB-Kurs gab mir Selbstsicherheit»

Noch nie haben sich so viele Menschen mit Fragen und gesundheitlichen Problemen an Heilpraktikerinnen oder Heilpraktiker gewandt wie heute. Und dies, obwohl viele Vorurteile darĂŒber kursieren. Dabei ist «Heilpraktiker/in» eine geschĂŒtzte Berufsbezeichnung fĂŒr Personen, die eine staatliche Erlaubnis besitzen, die Heilkunde auszuĂŒben, ohne ĂŒber eine Ă€rztliche Approbation zu verfĂŒgen.

(Bilder: zVg) Andrea Zulauf im BeratungsgesprĂ€ch: «Die Selbstsicherheit in der Planung, Konzeption und Durchführung, ist ein grosser Mehrwert.»

In der Schweiz existiert das Berufsbild «Heilpraktiker/in». Das Staatssekretariat fĂŒr Bildung, Forschung und Innovation SBFI hat im Jahre 2015 die Genehmigung erteilt fĂŒr die Höhere FachprĂŒfung fĂŒr Naturheilpraktikerin und Naturheilpraktiker. Hiermit entstand ein schweizweit anerkannter und geschĂŒtzter Titel fĂŒr vier spezifische Fachrichtungen: Ayurveda-Medizin, Homöopathie, traditionelle chinesische Medizin (TCM) und traditionelle europĂ€ische Naturheilkunde (TEN). Die GesetzesĂ€nderung geht auf eine der Kernforderungen zum Verfassungsartikel 118a KomplementĂ€rmedizin zurĂŒck, die eine Schaffung von nationalen Diplomen fĂŒr die nichtĂ€rztlichen Berufe der KomplementĂ€rmedizin fordert. Zuvor gab es uneinheitliche kantonale Bestimmungen zur AusĂŒbung der Naturheilkunde. Die Befugnisse eines Heilpraktikers sind durch Gesetze und Verordnungen gegenĂŒber denen des Arztes eingeschrĂ€nkt, so darf man beispielsweise keine verschreibungspflichtigen Medikamente verordnen, keine Geburtshilfe betreiben oder bestimmte Infektionskrankheiten nicht behandeln.

Lebenstraum verwirklicht
Andrea Zulauf aus Möhlin hat sich vor zehn Jahren diesem Beruf zugewandt und bietet nebst ihrer PraxistĂ€tigkeit auch professionell Kurse hierfĂŒr an. Sie arbeitet in Menziken im SĂŒdaargau und in Möhlin. Ihr Unternehmen Passiflora Naturheilpraxis GmbH (lateinisch fĂŒr die «Leidenschaftliche Blume») beschĂ€ftigt mittlerweile sechs Mitarbeitende und eine Lernende. UrsprĂŒnglich kommt Zulauf jedoch aus dem kaufmĂ€nnischen Bereich. Sie hatte jedoch immer das GefĂŒhl, zu etwas anderem berufen zu sein. Andrea Zulauf: «Bei der Ausbildung zur Naturheilpraktikerin habe ich mein Leben nochmal komplett umgestellt, meinen Job reduziert und berufsbegleitend vier Jahre die Ausbildung gemacht und diese 2009 abgeschlossen. Das war der Startschuss in meinen Lebenstraum: die SelbststĂ€ndigkeit. 2012 konnte ich mir diesen Traum verwirklichen und mich komplett selbststĂ€ndig machen.»

SVEB-Zertifikat als TĂŒröffner und Basis-Grundlage
Bevor jedoch dieser Lebenstraum Tatsache wurde, mussten einige Aus- und Weiterbildungen absolviert werden. Eine davon war der Erwerb des SVEB-Zertifikats. «In meiner Zeit im HR bei IKEA habe ich mehrere Kurse intern fĂŒr Lernende und FĂŒhrungskrĂ€fte geleitet und unsere Mitarbeitenden ausgebildet, obwohl dafĂŒr die nötige Ausbildung fehlte. Trotz guten RĂŒckmeldungen fehlte mir das Basis-RĂŒstzeug als Kursleiterin und so meinte meine damalige Chefin ich solle doch das SVEB-Zertifikat erwerben.» Bei der Lernwerkstatt Olten buchte Andrea Zulauf den Intensivkurs. «Die neue Selbstsicherheit in der Planung, Konzeption und DurchfĂŒhrung, die ich dank der Kurse erlernte, waren ein grosser Mehrwert. Auch habe ich gelernt, wie ich gezielt sogenannte Icebreakers einsetzten kann, um den Kurs aufzulockern und fĂŒr Abwechslung zu sorgen. Die Konzeption von Kursen konnte ich nach der Ausbildung eins zu eins sofort im Beruf umsetzen. Wichtig fĂŒr mich war dabei der Teil mit der Stoffreduktion, da ich meist Zuviel in der Planung vorgesehen hatte.»

Nach der Ausbildung hat Andrea Zulauf versucht, viele innovative Dinge umzusetzen. «Die Lernenden haben teilweise ihre Nasen verzogen», scherzt Andrea Zulauf rĂŒckblickend. «Die Gruppenarbeiten haben mir immer sehr viel Spass bereitet und dabei habe ich auch am meisten gelernt. Ich kann mich auch daran erinnern, dass alle Dozierenden wertvolle Erfahrungen mit uns teilten und uns den Inhalt nicht nur vermittelten, sondern direkt vorgelebt haben. Das hat mich sehr inspiriert.»

Lebenstraum verwirklicht: Andrea Zulauf

Kursleitungen als zentraler Bestandteil
Nun setzt sich Andrea Zulauf auch in ihrer neuen TÀtigkeit bei der Passiflora Naturheilpraxis GmbH stark mit dem Thema Kursleitung auseinander: «Neue Konzepte professionell aus dem Boden zu stampfen, fÀllt mir jetzt noch leichter. Wenn ich beispielsweise ein Heilpflanzen-­Seminar plane, dann brauch ich das erworbene Wissen, um das Seminar Zielgruppen gerecht, spannend und lehrreich zu gestalten. Ich bin sehr dankbar, dass ich diesen SVEB-Kurs damals machen konnte, denn nur so kann ich heute ein umfangreiches und ansprechendes Kursprogramm anbieten und mein Wissen so weitervermitteln.»

Andrea Zulaufs Vision ist es, den Menschen ihre Selbstverantwortung fĂŒr ihre Gesundheit und Zufriedenheit bewusst zu machen und sie auf diesem Weg zu begleiten. Eine grosse Herausforderung – umso wichtiger ist es, dass die angebotenen Kurse gut aufgebaut, inhaltlich fundiert und abwechslungsreich geschult werden. Nur so ist es möglich die Menschen zu begeistern fĂŒr Themen wie prĂ€ventive Gesundheitsförderung, ErnĂ€hrung, Bewegung und mentale Gesundheit.

«FĂŒr mich ist es wichtig, dass Menschen beginnen, sich im Bereich Gesundheit, ErnĂ€hrung und mentalen Themen auch selbst weiterzubilden. Viele Beschwerden und Krankheiten könnten mit gezielten Massnahmen verbessert werden.» Dieses Bewusstsein zu fördern und Menschen dahin zu begleiten steht bei der Firma Passiflora Naturheilpraxis GmbH an oberster Stelle.

Daniele Ciociola


Kursleiter/innen auf Erfolgskurs

Weitere Erfolgsgeschichten von SVEB-Zertifizierten lesen unter www.lwo.ch/erfolg

Gesamtschweizerisch besitzen ĂŒber 50’000 Personen das SVEB-Zertifikat Kursleiter/in bzw. Praxisausbilder/in.

Hier erfahren Sie mehr ĂŒber die Ausbildungen:

Kursleiter/in: www.lwo.ch/sveb

Praxisausbilder/in: www.praxisausbilder.ch

recommend to friends
  • gplus
  • pinterest