Stetig neue Produkte lancieren

    In jedem Schluck RAMSEIER steckt viel Heimat und traditionelle Herstellkunst. Die natürlichen und hochwertigen Rohstoffe stammen aus der Schweiz. Höchste Qualität, eine grosse Portion Nachhaltigkeit und Weitsicht, viel Innovation und Leidenschaft fürs Handwerk sowie ein Blick für Trends, gehören zum Erfolgsrezept der grössten Obstsaftproduzentin des Landes.

    (Bilder: zVg) Da steckt 100 Prozent hochwertige Schweiz drin: Schorle gehört zu den «Bestsellern» der Ramseier Suisse AG.

    Wer hat nicht schon mal Süssmost von RAMSEIER getrunken? Herr und Frau Schweizer begegnen der bekannten Marke aus dem Kanton Luzern im Alltag täglich. Das breite Sortiment der RAMSEIER Suisse AG, das Jung und Alt in verschiedenen Lebensmomenten anspricht, gehört denn auch zum Erfolgsrezept. «Mit der Marke RAMSEIER vereinbaren wir die Ansprüche aus Natürlichkeit, Tradition und Innovation», erklärt der Geschäftsführer Christoph Richli. Er führt das Unternehmen seit fünf Jahren und hat über 30 Jahre Erfahrung im Getränkemarkt. «Unsere Philosophie ist es, Naturnähe, Ehrlichkeit, Leidenschaft für die Unternehmung und Bodenständigkeit zu leben. Gleichzeitig passen wir unsere Marktleistung den neuen Konsumentenbedürfnissen an, ohne dabei unsere Werte aus den Augen zu verlieren.» Das Unternehmen findet seinen Ursprung 1910 in der Gründung der Emmentalischen Obstweingenossenschaft Ramsei. Das KMU entwickelt sich im Lauf der über 100 Jahren zur grössten nationalen Getränkeproduzentin und tritt seit 2008 unter dem Namen RAMSEIER Suisse AG im Markt auf. Sie konzentriert sich in erster Linie auf das Markengeschäft, mit welchem sie im Obstsaftbereich mit der Marke RAMSEIER Marktleader ist. Die Marken Sinalco und Elmer sowie SuperT komplettieren das hochwertige Markenportfolio. «Wir liefern unseren Kunden stets erstklassige Qualität. Einige Produkte – zum Beispiel RAMSEIER Süessmost, «Suure Moscht», Elmer Citro – werden seit Jahrzehnten unverändert nach Originalrezeptur hergestellt.»

    «Das ganze Mostobst, welches wir verarbeiten stammt zu 100 Prozent aus der Schweiz.»

    Die RAMSEIER Suisse AG verarbeitet durchschnittlich 50’000 Tonnen Mostobst im Jahr. Aus 10’000 Kilo Obst werden beim Pressen 8’000 Liter Obstsaft gewonnen. Die jährliche Produktion entspricht dem Inhalt von 16 Olympia-Schwimmbecken. «Wir verarbeiten rund 30 Schweizer Mostobstsorten – je nach Jahr und Mischung –, etwa Tobiässler, Sauergrauech oder Bohnapfel», erklärt der Chef. «Entscheidend ist die Komposition mehrerer Sorten, die unseren typischen RAMSEIER-Geschmack ergibt.» Das Mostobst stammt zu etwa 75 Prozent aus der Ostschweiz, dem sogenannten «Mostindien», und ansonsten aus Regionen wie der Zentralschweiz, dem Mittelland, dem Bernbiet, dem Wallis oder der Westschweiz. Die Luzerner Getränkeproduzenten verarbeiten Äpfel und Birnen selbst. Sie kaufen andere Rohstoffe wie Kräuter oder Beerensaft von langjährigen Lieferanten zu. Dabei arbeiten sie mit lokalen Bauernfamilien – teils seit Generationen – zusammen. «Das ganze Mostobst, welches wir verarbeiten stammt zu 100 Prozent aus der Schweiz.», so Richli. Rund drei Viertel des Obstsaftes in RAMSEIER-Getränken wird in der Mosterei im thurgauischen Oberaach gepresst.

    Nachhaltiges Mostpressen und Saftverarbeitung
    Produziert wird an den Standorten Sursee, Hochdorf und Elm. Das KMU beschäftigt dort insgesamt 250 Mitarbeitende. «Wir verarbeiten die Äpfel in Sursee und Oberaach.» Am Standort Sursee findet die gesamte Wertschöpfungskette statt, von der Mostobstannahme über die Verarbeitung, Herstellung, Abfüllung bis hin zur Auslieferung. In den Mostereien werden die Äpfel zuerst gewaschen, zerkleinert und zu Maische verarbeitet. Anschliessend gelangen sie in leistungsstarke Pressen, wo der Saft gewonnen wird. Nichts geht dabei verloren: Während der frische Saft ins Tanklager fliesst und weiterverarbeitet wird, dient der Apfeltrester als Tierfuttermittel. «Wir sichern in grossen Kühl- und Lagertanks die Versorgung für die nächsten Produktionsschritte. Ein Teil des Safts wird zudem zu Konzentrat und Aromen eingedickt, so nutzen wir den ganzen Apfel.» Die Obstsaftprodukte werden in Sursee auf modernsten Linien abgefüllt: «Unsere neue PET-Weithalslinie schafft 12’000 Flaschen pro Stunde und läuft im Dreischichtbetrieb. Daneben betreiben wir eine PET-Enghals-Ultraclean-Linie (22’000 Fl./h), eine Mehrweg-Glaslinie (15’000 Fl./h), zwei Tetra-Pak-Linien sowie eine Bag-in-Box-Linie.» Das Unternehmen betreibt zudem seit 2013 in Sursee ein modernes Hochregallager als zentrale Logistikplattform. Herzstück ist die vollautomatisierte Ein- und Auslagerung für bis zu 16’444 Paletten. «Wir schlagen pro Tag rund 1’000 Paletten um», stellt Richli fest. Und doppelt nach: «Die zentrale Lagerung und Auslieferung macht uns schneller und verlässlicher – und sie reduziert Lastwagenfahrten, was unsere Nachhaltigkeit zusätzlich stärkt.»

    Rund drei Viertel des Obstsaftes in RAMSEIER-Getränken wird in der Mosterei im thurgauischen Oberaach gepresst.

    Mit weitsichtiger Power in die Zukunft
    Nachhaltigkeit hat einen hohen Stellenwert im Betriebsalltag. Das KMU reduziert seine CO2-Emissionen und pflegt einen bewussten Umgang mit allen Ressourcen. «Wir sind überzeugt, dass nur ein nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen langfristig erfolgreich ist. Dabei wollen wir uns in den Bereichen Energie & Verbrauch, Verpackung & Food Waste, Rohstoffe und soziales Engagement stetig verbessern.» Bereits der zentrale Standort in der Schweiz hilft Ressourcen einzusparen. Der Betrieb reduziert seine CO2-Emissionen mit verschiedenen Initiativen und pflegt einen bewussten Umgang mit allen Ressourcen. Dazu gehört die eigene Solarenergie: «Unsere Photovoltaikanlage in Sursee produziert jährlich 400 Megawattstunden Strom – genug für 90 Einfamilienhäuser. Damit decken wir einen Teil unseres Energiebedarfs selbst.» Zudem wurde seit 2012 der Wasserverbrauch pro Liter Getränk um über 20 Prozent gesenkt. «Wir setzen bei allen unseren PET-Verpackungen die maximal verfügbare Schweizer Recyclingquote ein. Aktuell sind dies 60 Prozent», freut sich Richli. «Wir konnten so unsere CO2-Emissionen seit 2012 um 25 Prozent reduzieren.» RAMSEIER unterstützt zudem das Projekt «Produktionsförderung Bio-Mostäpfel» von BIO Suisse.

     

    «Es ist ein konsequenter Blick nach vorne nötig, um Trends frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln.»

    Hand in Hand mit der Nachhaltigkeitsstrategie gehen die hohen Qualitätsstandards: «Wir arbeiten sehr qualitätsbewusst. Neue Produkte entstehen bei uns durch ein Innovationsgremium, welches monatlich tagt und aus 30 Personen aus allen Bereichen besteht.» Ein Beispiel ist der teilentzuckerte Apfelsaft von RAMSEIER, der mit einem in der Schweiz einzigartigen Filtrationsverfahren hergestellt wird. So ist es folgerichtig, dass die Produkte von RAMSEIER mit diversen anerkannte Qualitäts- und Herkunftslabels wie Suisse Garantie, Hochstamm Schweiz, der Bio-Knospe oder Max Havelaar/Fairtrade auszeichnet sind. Unter Nachhaltigkeit versteht das innovative Unternehmen auch eine Firmenkultur, die auf den Werten Bodenständigkeit Leidenschaft und Identifikation basiert. Viele der Mitarbeitenden sind langjährig und kommen mehrheitlich aus der Region. RAMSEIER ist ferner ein attraktiver Lehrbetrieb und bildet 12 Lernende in vier Berufen aus – KV, Lebensmitteltechnologe, Bierbrauer, Logistiker.

    Für Konsumenten attraktiv bleiben
    Eine der grössten Herausforderungen für das KMU ist das veränderte Konsumverhalten. «Wir müssen uns laufend anpassen, um für die Konsumenten attraktiv zu bleiben. Dafür ist ein konsequenter Blick nach vorne nötig, um Trends frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln», so der Geschäftsführer der RAMSEIER Suisse AG. Für die Zukunft hat die renommierte Getränkeherstellerin noch einige Projekte in der Schublade. Dazu gehört auch im Frühling 2026 am Standort Hochdorf ein Tunnelpasteur in Betrieb zu nehmen. «Er ermöglicht uns auch alkoholfreies Bier unseren Kunden anzubieten. Der Trend nach weniger Alkohol und damit der Anteil von alkoholfreiem Bier ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen und wir wollen an diesem geänderten Konsumentenbedürfnis partizipieren», freut sich Richli.

    Corinne Remund

    www.ramseier.ch

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